Vor einigen Monaten war mein Nachrichtenkonsum absurd hoch. Lassen Sie uns einen normalen Tag in meinem Leben betrachten:
- 6 Uhr: Die Nachrichten von 5:50 Uhr auf #ForoTV.
- 7 Uhr: Estrictamente Personal mit Raymundo Rivapalacio.
- 8 Uhr: Primera Edición mit Pascal Beltran del Rio (ich zappe zwischen Ciro Gómez Leyva auf Radio Fórmula).
- 11 Uhr: Ein bisschen Fernanda Familiar auf QTF.
- 19 Uhr: The Lead mit Jake Tapper.
- 20 Uhr: Regelmäßig schaue ich mir auf YouTube La Hora de Opinar mit Leo Zuckermann an.
Außerdem konsumierte ich zufällig Anderson Cooper, las Reforma, Excélsior und La Jornada (obwohl es Ihnen seltsam vorkommen mag). Ich war Abonnent von Nexos, The Atlantic, Wired und dem New York Times.
Was sagt das über mich aus?
Man kann sicherlich meine politischen Vorlieben und Abneigungen erraten, mich in der politischen Geometrie verorten oder feststellen, dass ich viel Geld für Nachrichten ausgebe. Aber die Realität ist, dass ich viele Jahre meines Lebens verschwendet habe, indem ich so gut informiert war. Wozu dient der Überkonsum von Informationen? Offensichtlich zu nichts. Um eine Diskussion mit Freunden über ein aktuelles Thema zu gewinnen, weil ich mehr Informationen besaß?
Fakt ist, dass es Suchtformen gibt, die sich sehr gut verstecken, unsichtbar sind. Niemand in meinem engen Umfeld war schockiert, dass in meinem Büro, zu Hause, im Auto, auf dem iPad oder Computer immer Nachrichten liefen. Niemand bezeichnete mich als "Nachrichtenjunkie" oder machte sich Sorgen über die Art und Weise, wie ich Informationen "konsumierte". Tatsächlich fragten viele mich, was ich über ein bestimmtes Ereignis in Syrien oder der Westsahara dachte.
Heute bin ich mit mehr Klarheit überzeugt, dass der Verzicht auf diesen exzessiven Konsum eine meiner besten Entscheidungen war.
Was half mir?
Erstens half mir eine 20-tägige Reise mit wenig Zugang zu Nachrichten und Internet. Zweitens half mir das Buch von Marian Rojas-Estape, Recupera tu mente, das mir eine entscheidende Perspektive bot. Dieses Buch behandelt, wie Stress und Informationsüberlastung unsere geistige Gesundheit beeinträchtigen und wie wir die Kontrolle über unseren Geist zurückgewinnen können, indem wir uns von dem lösen, was uns unnötigerweise beansprucht.
Die Betrachtung von Statistiken über den Nachrichtenkonsum und diese Sucht hilft mir, meine Entscheidung zu bestätigen. Zum Beispiel:
- Eine Studie des Pew Research Center zeigte, dass 30 % der US-Amerikaner ständig mit Nachrichten verbunden sind, was zu erhöhter Angst und Informationsüberlastung führen kann.
- Laut Reuters Institute haben 38 % der Nachrichtenkonsumierenden begonnen, bestimmte Nachrichten aktiv zu vermeiden, wegen ihrer negativen Auswirkungen auf das Wohlbefinden.
Ich hoffe, dieser Artikel bringt Sie dazu, über unsichtbare Suchtformen nachzudenken, die Sie vielleicht haben. Es ist wichtig, sie zu erkennen und etwas dagegen zu unternehmen, bevor sie Ihr Leben kontrollieren.